PsychotherapeutenVereinigung und AQUA-Institut kooperieren

Pilotstudie mit EPA gestartet

Berlin/Göttingen, 23. November 2009, Die Deutsche PsychotherapeutenVereinigung (DPtV) und das AQUA-Institut wollen mit einer gemeinsamen Kooperation die interne Qualitätssicherung in psychotherapeutischen Praxen verbessern. In einer ersten Pilotstudie, an der sich sieben Praxen beteiligen, wird das vom AQUA-Institut entwickelte Qualitätsmanagementsystem EPA (Europäisches Praxisassessment) an die Anforderungen für Psychotherapeuten angepasst. Hierfür werden beispielsweise Qualitätsindikatoren definiert, die die Besonderheiten psychotherapeutischer Praxen abbilden. „Die Ergebnisse dieser Studie bilden gleichzeitig die Basis für weitere Forschungsvorhaben in der ambulanten Versorgung", sagte  Dr. Hans Nadolny, stellvertretender Bundesvorsitzender der DPtV. Wichtig hierfür sei es, valide Daten zu erhalten, die die Realität in den Praxen widerspiegeln.

 

Die Daten der Pilotstudie laufen beim AQUA-Institut zusammen und werden dort ausgewertet. „Einer der Stärken von EPA ist, dass sich Praxen mit Hilfe von EPA anonym miteinander vergleichen können", erklärte Sara Willms, Projektmanagerin beim AQUA-Institut. Zu EPA gehören unter anderem Selbstassessments, Patienten-, Mitarbeiter- und Zuweiserbefragungen. Darüber hinaus werden umfangreiche Informationen und Verbesserungsvorschläge bereitgestellt.

 

 

 

Weitere Informationen/Downloads:

www.deutschepsychotherapeutenvereinigung.de

www.aqua-institut.de/de/presse/

 

Hintergrund zu DPtV:

Die Deutsche PsychotherapeutenVereinigung (DPtV) vertritt die beruflichen Interessen der niedergelassenen, angestellten und beamteten Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichen- Psychotherapeuten einschließlich der Ausbildungskandidaten.

 

Hintergrund zum AQUA-Institut:

Das AQUA-Institut ist ein interessenunabhängiges und neutrales Dienstleistungsunternehmen, das sich auf Qualitätsförderungsprojekte spezialisiert hat. Im Rahmen einer Kooperation von Wissenschaftlern der Universitäten Göttingen und Hannover wurde im Jahr 1993 die „Arbeitsgemeinschaft Qualitätssicherung in der ambulanten Versorgung" gegründet. Aus dieser Arbeitsgemeinschaft entstand 1995 das AQUA-Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen GmbH mit Sitz in Göttingen. Verankert in der wissenschaftlichen Qualitätsforschung, entwickelt AQUA konkrete Konzepte und Strategien zur angewandten Qualitätsförderung sowie Qualitätssicherung und übernimmt die Umsetzung komplexer Großprojekte.

 

Hintergrund zu EPA:

Für EPA wurde das AQUA-Institut im Jahre 2009 mit dem European Health Award ausgezeichnet. EPA ist ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem, dass mit der konsequenten Basierung auf Qualitätsindikatoren, der systematischen Einbeziehung der Perspektive von Patienten, Ärzten und Mitarbeitern der Praxen sowie der AQUA-eigenen Benchmarking-Software Visotool® ein Alleinstellungsmerkmal aufweisen kann. Visotool® wird inzwischen in sechs europäischen Ländern zusammen mit Ärzteorganisationen eingesetzt. Praxen, die EPA in Deutschland erfolgreich durchlaufen haben, können sich von der Stiftung Praxissiegel e.V., die von der Bertelsmann-Stiftung und internationalen EPA-Entwicklern gegründet wurde, kostengünstig und unbürokratisch zertifizieren lassen. Dafür hat Stiftung Praxissiegel eigene Zertifizierungskriterien, die sich unter anderem an Aspekten der Patientensicherheit orientieren, aufgestellt. Sie sind unter www.stiftungpraxissiegel.de einsehbar. Etwa 80 Prozent der Praxen lassen sich zertifizieren.

 

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