Gesetzliche Krankenversicherung

Anforderungen an eine hausarztzentrierte Versorgung

Das vierte Kapitel des SGB V regelt die Beziehungen der Krankenkassen zu den Ärzten und Zahnärzten. § 73b behandelt die hausarztzentrierte Versorgung:

 

1) Die Krankenkassen haben ihren Versicherten eine besondere hausärztliche Versorgung (hausarztzentrierte Versorgung) anzubieten.

 

2) Dabei ist sicherzustellen, dass die hausarztzentrierte Versorgung insbesondere folgenden Anforderungen genügt, die über die vom Gemeinsamen Bundesausschuss sowie in den Bundesmantelverträgen geregelten Anforderungen an die hausärztliche Versorgung nach § 73 hinausgehen:

 

  1. Teilnahme der Hausärzte an strukturierten Qualitätszirkeln zur Arzneimitteltherapie unter Leitung entsprechend geschulter Moderatoren,
  2. Behandlung nach für die hausärztliche Versorgung entwickelten, evidenzbasierten, praxiserprobten Leitlinien,
  3. Erfüllung der Fortbildungspflicht nach § 95d durch Teilnahme an Fortbildungen, die sich auf hausarzttypische Behandlungsprobleme konzentrieren, wie patientenzentrierte Gesprächsführung, psychosomatische Grundversorgung, Palliativmedizin, allgemeine Schmerztherapie, Geriatrie,
  4. Einführung eines einrichtungsinternen, auf die besonderen Bedingungen einer Hausarztpraxis zugeschnittenen, indikatorengestützten und wissenschaftlich anerkannten Qualitätsmanagements.

Weitere Informationen zur Arbeit des Gemeinsamen Bundesausschusses im Hinblick auf vertragsärztliche Versorgung erhalten Sie auf der Internetseite des G-BA:

www.g-ba.de

 

Die Anforderungen der Gesetzlichen Krankenkassen an ein QM im Rahmen der hausarztzentrierten Versorgung sind ebenfalls klar definiert und werden von EPA vollauf erfüllt.

SGB V